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Gefährdung

In der wissenschaftlichen Literatur wird zunehmend von einem „Kollaps“ gesprochen, den die Populationen der Vögel in der Agrarlandschaft erleiden (DONALD et al. 2001, KREBS et al. 1999). Für das Rebhuhn wird ein europaweiter Rückgang von mindestens 83 % in den letzten Jahrzehnten geschätzt (POTTS 1997). In der Schweiz ist die Art bereits ausgestorben, bis auf wenige Exemplare, die überwiegend aus Aussetzungen stammen (JENNY et al. 2002), ebenso in Norwegen und Irland. Niedersachsen hat wohl mehr als 95 % seines vormaligen Bestandes verloren und führt das Rebhuhn in der Roten Liste als „gefährdet“, auf der bundesweiten Roten Liste als „stark gefährdet“.

Die Ursachen für den Kollaps der Feldvogelpopulationen sind in der schleichenden Intensivierung der Landwirtschaft zu suchen. Ebenso haben Flurbereinigungen durch den Verlust von Strukturen wie Hecken, zahlreichen unbefestigten Graswegen, Feldrainen und dem kleinräumige Wechsel der Kulturen zur Qualitätminderung der Agrarlandschaft als Lebensraum für Rebhühner beigetragen. Getreidefelder sind ein wichtiger Lebensraumbestandteil, aber mittlerweile zumindest für die Kükenaufzucht ungeeignet (siehe Kükensterblichkeit), da die Insektendichten nicht ausreichen. Dieses ist eine Folge der Intensivierung (z. B. ROBINSON und SUTHERLAND 2002), vor allem der Herbizideinsatz verringert über die Reduzierung der Unkräuter die Insektenzahl (RANDS 1985, SOTHERTON et al. 1989). Damit erlangen Sonderstrukturen in der Landschaft  wie z. B. Brachen und Blühstreifen für das Überleben der Art eine immer höhere Bedeutung.

 

Literatur.
Prädation.
Gefährdung.
Kükensterblichkeit.
Rebhuhn.
Durchführung.