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Nahrungsverfügbarkeit

Erwachsene Rebhühner ernähren sich über einen großen Teil des Jahres vegetarisch, vor allem von grünen Pflanzenteilen und Samen.

Zur Zeit der Eiablage ist der Eiweißbedarf der Hennen erheblich und der Anteil tierischer Nahrung (Insekten, Spinnen etc.) kann auf über 50 % steigen.

Die Küken ernähren sich in ihren ersten Lebenswochen fast ausschließlich von tierischer Kost. Als Nestflüchter werden sie von den Eltern zwar zu Stellen geführt, die sich für die Nahrungssuche besonders eignen, aber sie werden nicht gefüttert, sondern suchen ihre Nahrung selbst.

Großräumige Untersuchungen zeigen den Zusammenhang zwischen dem Rückgang der Rebhühner auf Grund der Abnahme der Insekten (Kükennahrung) durch den Gebrauch von Pestiziden, insbesondere von Herbiziden, da die Insektendichte von der Artenzahl und Abundanz der in der Kultur vorhandenen Pflanzen abhängt (RANDS 1985, SOTHERTON et al. 1989). Auf den meisten Feldern sind die Küken nicht in der Lage, den Tagesbedarf an Insekten in der zur Verfügung stehenden Zeit zu finden (FUCHS 1997, HERRMANN & FUCHS 2003).

 

In eigenen Versuchen (Arbeiten von Claudia Bade und Kathleen Lemanski und zahlreicher Studenten in den Praktika) mit menschengeprägten Rebhuhnküken haben wir die Nahrungsverfügbarkeit auf Flächen verglichen, die den Rebhühnern als Lebensraum im Projektgebiet zur Verfügung stehen, vor allem Ackerflächen (konventionell und biologisch bewirtschaftet), Brachen und die im Projekt angelegten Blühstreifen.

 

Die Gewichtsveränderungen der Küken nach standardisierten Perioden der Nahrungssuche auf verschiedenen Flächentypen werden in der Abb. 1 dargestellt. In diesjährig gesäten  (BS1) und vorjährigen Blühstreifen (BS2) nehmen die Küken an Gewicht zu, in Getreideäckern (G) verlieren sie während der Nahrungssuche an Gewicht.

Abb. 2 zeigt die Biomasse an Arthropoden (Insekten, Spinnen etc.) auf den unterschiedlichen Flächentypen. Brache, diesjährige und mehrjährige Blühstreifen haben eine ca. vierfach höhere Biomasse an potentieller Nahrung für Rebhuhnküken.

Das Rebhuhn ist mittlerweile zunehmend auf Sonderstrukturen in der Landschaft angewiesen, da die Küken auf Ackerflächen verhungern.

Abb. 1: Gewichtsveränderung der Küken nach standardisierten Perioden der

Nahrungssuche auf verschiedenen Flächentypen (BS1 = einjähriger Blühstreifen,

BS2 = mehrjähriger Blühstreifen, G = Getreideacker)

 

 

Abb.2: Biomasse an Anthropoden auf unterschiedlichen Flächentypen

(ein- und mehrjährige Blühstreifen, Acker, Brache)

 

 

 

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