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Ziel und Konzept des Projektes

Das Rebhuhnschutzprojekt ist langfristig angelegt. Ziel ist es, eine überlebensfähige Population von Rebhühnern in der Göttinger Region aufzubauen, um ein lokales Aussterben zu verhindern. Nur eine massive Bereitstellung zusätzlicher, optimaler Habitatflächen kann die Populationsgröße soweit anheben, dass das Risiko des Aussterbens gemindert wird. Eine wichtige Funktion kommt dabei einem Biotopverbund zu, um die voneinander isolierten Restvorkommen wieder zu einer Gesamtpopulation zusammenzuführen. Dieses Konzept ist sinnvoll nur auf der räumlichen Ebene mindestens eines ganzen Landkreises umzusetzen.

 

Der erhebliche Flächenbedarf dieser Zielsetzung lässt sich mit Hilfe der Niedersächsischen Agrarumweltmaßnahme „stukturreiche Blühstreifen - BS12“ verwirklichen. Blühstreifen sind 6 - 30 Meter breit oder flächig bis zu 2 ha und werden im Frühjahr mit einer Mischung aus verschiedenen blühenden Kulturpflanzen angesät. Die Vertragsdauer beträgt 5 Jahre. Da diese Blühstreifen aber nicht auf den Schutz von Rebhühnern abzielen, ist eine begleitende Optimierung der Maßnahmen erforderlich, die die Habitatqualität für Rebhühner sicherstellt. Im Rahmen der Agrarumweltmaßnahme können die Landwirte die Flächen selbst auswählen. Ihre Wahl wird meist unter betrieblichen Gesichtspunkten getroffen. So kommen oft nur unproduktive Flächen in die Maßnahme, deren Lage für die Rebhühner nicht immer optimal ist. Ein angestrebter Biotopverbund kann deshalb nur über ein zusätzliches Flächenkontingent erreicht werden. Im Biotopverbund werden rebhuhngerechte Ackerflächen (diese können als Stilllegung gemeldet werden) gezielt platziert, sodass sie einerseits in den Schwerpunktgebieten der Rebhuhnverbreitung die Population stärken, andererseits eine Verbindung zu anderen Vorkommen bilden.

 

Das Projekt möchte vor allem an drei kritischen Punkten im Lebenslauf der Rebhühner ansetzen:

1) Die Prädation (das Gefressen werden) ist einer der Hauptursachsen für die Sterblichkeit bei Rebhühnern. Je schmaler der   Neststandort ist desto höher ist die Gefahr von Prädation. Daher sollten mehr flächige breite Lebensräume geschaffen werden als schmale linienförmige.

2) Die Kükenmortalität soll verringert werden durch ein Angebot insektenreicher und geeignet strukturierter Vegetation.

3) Jüngste Telemetriestudien aus der Schweiz zeigen, dass die höchsten Verluste von erwachsenen Rebhühnern zur Zeit der Familienauflösung im Spätwinter/Frühling stattfinden (unveröffentlicht). Der Mangel an geeigneten Revieren ist die Ursache hierfür; ein großräumiges Netzwerk passender Habitate würde diese Mortalität reduzieren.

 

Der noch vorhandene Bestand an Rebhühnern im Projektgebiet reicht aus, eine selbständige Besiedlung der neuen Habitate zu ermöglichen. Auf Aussetzungen von gezüchteten Rebhühnern, die aus verschiedenen Gründen zweifelhaft sind (z. B. fehlendes Feindvermeidungsverhalten, physiologische Veränderungen des Verdauungstraktes), wird verzichtet.

Mit begleitenden Untersuchungen werden die Habitatqualität der Flächen und die Bestandszahlen der Rebhühner überprüft.

Ziel & Konzept.
Maßnahmen.
Ausblick.
Durchführung.
Rebhuhn.