Projekte
Das Rebhuhnschutzprojekt im Landkreis Göttingen arbeitet seit 2004 daran den Lebensraum der Rebhühner aufzuwerten und damit die ansässige Rebhuhnpopulation zu unterstützen. Über die Jahre hat das Projekt in verschiedenster Form und Umfang dazu beigetragen Blühflächen (unter anderem im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen) in die Landschaft zu integrieren. Zusätzlich findet seit dem Start des Projektes eine jährliche Rebhuhnzählung statt, um die Bestandsentwicklung zu verfolgen. Die durch die Forschung der Abteilung Naturschutzbiologie gewonnenen Daten tragen dazu bei, Rebhuhnschutzmaßnahmen effektiv umzusetzen und andere Akteure vom Rebhuhnschutz zu überzeugen.
Das aktuelle Verbundprojekt Rebhuhn retten – Vielfalt fördern! (2023 - 2029) im Bundesprogramm Biologische Vielfalt setzt deutschlandweit in 10 verschiedenen Projektregionen Maßnahmen für den Schutz der Rebhühner um. Die Voraussetzungen für eine positive Bestandsentwicklung werden optimiert und ein Monitoring der Rebhühner etabliert.
Im abgeschlossenen EU-Interreg-Projekt PARTRIDGE (2017 - 2023) haben Landwirtschaft, Forschung und Behörden zusammengearbeitet, um in fünf Regionen Europas innerhalb von zehn Demogebieten zu zeigen, dass effektiver Naturschutz in der Agrarlandschaft möglich ist. Hier wurde im kleinen Maßstab umgesetzt, was Umweltverbände deutschland- und EU-weit schon lange fordern: eine hohe Dichte an effektiven Maßnahmen, um die Agrarlandschaft aufzuwerten. Von den zehn Demogebieten lagen zwei im Projektgebiet des Göttinger Rebhuhnschutzprojektes.
Wir bedanken uns besonders bei den vielen Landwirtinnen und Landwirten, die gemeinsam mit uns Rebhuhnschutzmaßnahmen durchgeführt haben oder dies momentan tun. Unser Dank gilt außerdem an die vielen ehrenamtlichen Kartiererinnen und Kartierer, die jährlich beim Rebhuhn-Monitoring teilnehmen!