- Rebhuhnschutzprojekt im Landkreis Göttingen

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Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!
Ein neues Rebhuhnschutzprojekt sucht Rebhuhnretter*innen

Trotz intensiver Bemühungen im Rebhuhnschutz ist die Art aus einem Großteil der Agrarlandschaft Deutschlands verschwunden. In einem neuen Verbundprojekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt suchen der Deutschen Verband für Landschaftspflege, die Abteilung Naturschutzbiologie der Georg-August-Universität Göttingen und der Dachverband Deutscher Avifaunisten aktuell deutschlandweit nach motivierten Akteuren, die sich für den Schutz des Rebhuhns engagieren. In mindestens fünf Projektgebieten soll gezeigt werden, dass mit einem genügend hohen Anteil an Schutzmaßnahmen in der Landschaft Rebhuhnbestände regional wieder zum Ansteigen gebracht werden können.

Die erste Runde des zweistufigen Auswahlverfahrens, in der sich Interessierte bewerben konnten, ging am 31.08.2021 zu Ende. Fast 40 Bewerbungen aus ganz Deutschland sind bei uns eingegangen. Aus den Bewerber*innen werden nun zehn Gebiete und potenzielle Projektpartner ausgewählt und im Rahmen von Schulungen über den aktuellen Stand der Forschung zum Rebhuhnschutz informiert und auf die Maßnahmenumsetzung im Folgeprojekt vorbereitet. In einer zweiten Bewerbungsrunde müssen diese zehn Projekte darlegen, wie sie vor Ort Maßnahmen umsetzen werden. Für das Folgeprojekt, das 2023 starten soll, werden schließlich mindestens fünf Gebiete mit den besten Erfolgsaussichten ausgewählt.

Sollte Ihr Projekt den Kriterien nicht entsprechen, sind Sie trotzdem herzlich eingeladen im Rahmen von „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ ihre Erfahrungen und ihr Wissen einzubringen. Dafür soll eigens eine Arbeitsgruppe Rebhuhnschutz gegründet werden. Melden Sie sich bei uns!

Im geplanten sechsjährigen Folgeprojekt werden ab 2023 in den ausgewählten Gebieten intensive Schutzbemühungen unternommen, um den regionalen Bestand an Rebhühnern anzuheben. Die Effektivität der Schutzmaßnahmen im Hinblick auf das Rebhuhn, weitere Vögel der Agrarlandschaft sowie blütenbesuchende Insekten wird über den Projektzeitraum hinweg durch ein standardisiertes Monitoring geprüft.

Des Weiteren geben wir im Rahmen des Projekts Empfehlungen für die Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union. Wichtig ist hierbei besonders die Ausgestaltung der geplanten GLÖ–Z 9: Nicht-produktive Flächen. Würden diese 4% der Agrarlandschaft als rebhuhngerecht bewirtschaftete Brachen umgesetzt, hätte dies einen bedeutenden positiven Effekt auf die Lebensraumsituation der bedrohten Vogelart. HIER finden Sie ein ausführliches Interview mit Eckhard Gottschalk zu dieser Thematik.

Das Projekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie mit Mitteln des Landes Niedersachsen (Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung), der Manfred-Hermsen-Stiftung, dem Deutschen Falkenorden e.V und dem Bayerischen Naturschutzfonds gefördert.










 
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